Sulti time-out

Neuseeland

16Januar
2019

North Island 1: Wellington/Südspitze der Nordinsel

14/15.1.19: Montag früh mit der ersten Fähre von Picton bis Wellington - es ging trotz ziemlichen Seeganges alles gut und wir hatten auf den noch zu bekommenden bestmöglichen Plätzen in der 2. Reihe „Frühstücksfernsehen“ inclusive

wieder in Wellington war es schön, sich auszukennen - mit dem Bus zum Flughafen und dort unser 2. Auto abholen... - einen fast neuen Toyota Corolla mit funktionierender Klimaanlage und Navi - die Damenstimme spricht verständliches Englisch und ist bei jeder kleinen Geschwindigkeitserhöhung sehr besorgtlaughing: „please obay the traffic regulations“ (bitte beachten Sie die Verkehrsregeln).. machen wir...

 Unterkunft im Stadtteil Kelburn, nahe der Victoria-Uni hoch oben auf dem Berg mit schönem Blick

und Treff mit unseren guten Bekannten aus der Heimat... das tat gut... ebenso der gemeinsame Ausflug am Dienstag zunächst Richtung Norden über den Pass - der schöne Ausguck hing leider in den Wolken...

 - zum Cape Palliser, der südlichsten Spitze der Nordinsel  - über den Highway 2 mit Kurzvisite von den zwei  hübschen Kleinstädten Martinborough (bekannt für guten Wein)


und Greytown (2017 Gewinnerin des Titels schönste Kleinstadt Neuseelands) mit liebevoll gestalteten Häusern und handmade Spezialitäten wie z.B. Süßigkeiten


Sylvi gefiel besonders der 163 Jahre alte Eukalyptusbaum...

der geplanten Wanderung zu den Putangirua Pinnacles (= hohe bizarre Kalksteinformationen) wurde vom Fluss ein Strich durch die Rechnung gemacht - er führte heute so viel Wasser in guter Strömung, dass das zu Beginn als Weg notwendige Flussbett trockenen Fußes unbrauchbar war ... also Planänderung, nachdem wir auch am Rand wegen großer Mengen dichter Stechginsterbüsche (ziemliche Plage in NZ) regelrecht steckenblieben...

nicht ganz so hohe "Pinnacles" sahen wir auf dem Weg... - übrigens sind die Kiwis passionierte Rasenmäher - alle Rasenflächen sind immer superkurz - sogar hier am  Ende der Zivilisation wird unermüdlich gemäht...

   

weiter auf der spannenden, da teilweise sehr engen und vom „welligen“ Meer überspülten Schotterstraße bis zum südlichsten Punkt der Nordinsel, dem Cape Palliser  - mit auf einem Fels gebauten Leuchtturm, zu dem eine Holztreppe mit ca. 260 Stufen hochführte... Kreislauftraining...

   


unten eine große Fellrobbenkolonie - auf den Felsen am Ufer und bis dicht an der Straße im Gras liegend... - Visite aus nächster Nähe möglich...

 

Impressionen vom Rückweg: zum Verkauf (alte Radlader, Bagger...) und zur Deko (Schuhzaun)


Das war wieder ein schöner Tag...

 

 

13Januar
2019

South Islands 16: zurück nach Picton - Ende der Südinselrundreise

13.1.19 Sonntag - nach dem Frühstück noch ein Spaziergang durch einen der schönen Parks, Bilanz ziehen und Planung der weiteren Reise... es war schön auf der Südinsel...

 

die letzten 28 km nach Picton zurück, vom Auto verabschieden - Danke, lieber kleiner Holden, du warst uns ein treuer Gefährte - 4085 km ohne Murren und Knurren durchgehalten....

 

und nochmal einen Blick von oben auf die Malborough-Sounds und den Queen Charlotte-Drive werfen nach dem Erklimmen der Anhöhe auf dem Tirohanga-Track (von 350 m auf 723 m üM. --> fühlte sich für uns höher an...) - sind wir ja schließlich alles schon gefahren...

 

Halbzeit! noch 7 Wochen insgesamt, dann geht´s heim... wir freuen uns auf die Nordinsel...

 

 

 

13Januar
2019

South Islands 15: über Kaikoura nach Blenheim

12.1.19: 12 °C, es nieselregnet, die Wolken machen einen Besuch in den Tälern...

so wird die H 70, die lt. Reiseführer landschaftlich schönste Straße der ganzen Südinsel für uns zu einem nicht ganz so spektakulären, aber trotzdem sehr schönen Erlebnis... besonders als der Regen sich etwas legt...

 

wieder an der Ostküste angekommen stellten wir eine Verbrüderung von Queenstown und Kaikoura fest... in beiden regnet es dauerhaft für die Zeit unseres Aufenthaltes, das jeweilige Wunschcafe ist übervoll (in Kaikoura das „Why not Cafe“), beides sind klassische Touri-Magneten - aus verschiedenen Gründen - in Kaikoura (4000 Einwohner) sind es Wale, Delfine und Robben, die es hier gehäuft (und zu sehen) gibt.

Der Grund dafür: ein großer Nahrungsreichtum - durch ein günstiges Zusammenspiel von geologischer Situation (Unterwasser-Steilküste) und Meeresströmung (aus der Antarktis kommende kalte Tiefseeströmung wird hier nach oben abgelenkt, erzeugt einen vertikalen Auftrieb und vermischt sich mit dem warmen Oberflächenwasser) und so werden Plankton und Kleinstlebewesen aus der Tiefe nach oben gewirbelt... der Beginn einer Nahrungskette und Basis für die Vielfalt der hiesigen Tierwelt - Fische und Säugetiere jeglicher Größe - und unterschiedliche Vogelkolonien...

Für die Tiere schonend ist aus entsprechender Entfernung ein „Watching“ möglich - vom Schiff aus in der Saison ca 3-wöchig vorher zu reservieren oder per Flieger... streng reglementiert und kein Massentourismus...

da wir sensible Gleichgewichtsorgane haben, wurden die Wale abgewählt ...

am Fyffe-Haus - ein historisches Haus an der Küste - war dann „für uns“ eine Robbe ganz nah zu sehen...

 

Kai-Koura: Kai heißt kochen und Koura Crayfish - Kaikoura = der Ort, wo Crayfish gekocht wird, eine Hummer ähnliche Languste, die nirgendwo besser schmecken soll - den Versuch einer Kostprobe gaben wir nach dem 3. Restaurant ohne dieses Angebot  auf... egal...

dafür typisch neuseeländische  Strandimpressionen - es gibt viel Treibholz - hier hatte jeder daraus seine eigene "Sandburg"...

 

weiter nach Blenheim die rauhe schöne Ostküste hoch auf der H1

 

hier gibt es Wein, Wein, Wein - ein riesiges Anbaugebiet, viele winery-en, Verkauf und Verkostung im Angebot... 0,5 pro Mill. im Straßenverkehr erlaubt...

auf dem Weg Lake Grassmere: eine große Salinenanlage zur Salzgewinnung - Salzberge...

 

in Blenheim scheint die Sonne... eine hübsche Innenstadt... Lust auf ein Eis? - hm, alles zu, spätestens ab 17.30 h ... , dafür gibt es verschiedene schöne Parkanlagen...

 

 

 

12Januar
2019

South Islands 14: Hanmer-Springs

11.1.19: beinahe ein „Ruhetag“ für unseren Holden - es sind nur 135 km von Christchurch bis Hanmer-Springs, nach Norden und dann nochmal ein bisschen in die schöne Bergwelt über den Lewis-Pass zu den heißen Quellen...

 

Überall in NZ ist 8 bis 10 Uhr Aus-Check-Zeit --> 2 Folgen: man hat was vom Tag, wenn man auschecken muss und man liebt die jeweila ersten (Ausschlaf-wink)-Tage der Doppelbuchungen (für 2 Nächte)... längere Buchungen hatten wir auf der Südinsel noch nicht, um „alles zu schaffen“...

Einchecken kann man meist ab 2 pm - so hatten wir heute Zeit, nach Infomaterialsichtung aus dem i-Visitorcentre den Ort zu erkunden und entschieden uns für einen einstündigen Walk durch einen schönen Wald - mit ausländischen (uns tw. sehr bekannten, aber hier in NZ viel höher werdenden) Bäumen wie Douglasien, Lerchen ... z.T. aus Europa oder Amerika...

 

die Wege sind immer perfekt begehbar, es gibt Bänke und Picknickplätze und manchmal, so wie hier - Überraschungs-Wander-Motivationen für Kinder (und Sylvi :-))

auf Empfehlung unseres wieder sehr netten Backpacker-Motel-Gastgebers („feel at home, you can use all...“) folgte ein weiterer „walk“ ein paar Serpentinen hoch auf den 550 m hohen Conical Hill mit schönem Ausblick zur Belohnung (und wir sind inzwischen anspruchsvoll geworden, was das betrifft)

   

 

und dann am Abend zur Belohnung - ein Besuch der Hanmer-Springs - schön gestalteten heißen Mineral-Quellen in verschiedenen pools mit 36-41°C heißem Wasser...

 

 

 

11Januar
2019

South Islands 13: Christchurch

9.1.19: von Timaru gab es wieder die Möglichkeit, statt gerade hoch nach Norden über die 72 - als Scenic Route ausgewiesen - einen kleinen Umweg in´s Landesinnere zu machen...

hier gab es peel forest - viele kleine Weiden- oder Ackerflächen mit Reihen unterschiedlicher Bäume oder Hecken meist in große Quadrate unterteilt... entweder so angepflanzt oder Wald gerodet und den Rest so stehen lassen ?- im Ergebnis jedoch Wind-, Erosions- und tw. Sonnenschutz für die Tiere... gute Idee für zu Hause...

   

dann nicht Paul sondern Mount Potts und Somers und Hutts und einen besonders schönen Ausguck...

   

 

und dann Christchurch...

drittgrößte Stadt NZs mit 355000 Einwohnern, immer noch gebeutelt von den beiden schlimmen Erdbeben 2010 und 2011... gut nachzuvollziehen (beeindruckend!) im entsprechenden Museum (Quake City) 

und beim Stadtrundgang bzw. auch -fahrt mit einer alten Tram...

 

besonders betroffen auch die Christ Church Cathedral auf dem Cathedral-Platz mitten im Zentrum - dem Herz der Stadt

 

weniger betroffen oder wieder instand gesetzt:

              

 Interessant: ein Elitegymnasium für Jungen like Hogwarts in Harry Potter (Christ´s College)

 

daneben das Canterbury-Museum (außen und innen sehr schön, besonders die Maori-Kultur-Abteilung)

 

plus ausgesprochen großzügige Grünanlagen inclusive wieder sehr erholsamem botanischem Garten...

   

10.1.19: nahe den Wolken... Tagesausflug: Um- und Überrundung der Banks Pensinsula von Christchurch

Sonne, 22°C - z.T. richtig heiß... es brennt durch den Stoff der Kleidung...

nach einer schönen Gondola-Fahrt nach oben und Blick auf das ganze großflächige Christchurch + Ozean + Berge (es gibt auch einen Thomas-Berg :-))

    

wieder runter und mit unserem braven Holden links durch einen Tunnel nach Lyttelton, einem kleinen Hafenort...

 

dann fängt der Spass an - Serpentinentag - erst dicht an der Küste entlang - Stop an einem versteckten Strand in Rapaki - alles schwarzes Vulkangestein (Governor´s Bay)

 

weiter bis Port Levy und dann einspurig Gravel"road" (Schotterweg) über den Pass - ohne Begrenzung seitlich steil und tief abfallend, phantastische Ausblicke, gutes Höhentraining und GottseiDank 20 km kein Gegenverkehr - wie der zu händeln ist, bleibt ein Rätsel, da nirgends Ausweichbuchten...

unser Auto macht alles mit ...Danke...

   

unten erstmal Picknick an der Pigeon-Bay... hier gibt es tatsächlich ein paar einzelne Häuser...


ab da geht es wieder entspannt (Sylvi - Ghazi ist immer entspannt :-)) weiter, da die Straße  asphaltiert und wieder breiter wird (etwas) - wir kommen auf den extra für Touris ausgewiesenen Abschnitt (noch breiter)

 

und folgen ihm bis Akaroa - welches zur Abwechslung nicht britisch/schottisch, sondern wegen der Herkunft seiner frühen Siedler noch etwas französisches Flair hat...

   

zurück (ohne Gravel...) über die 75 - auf der Karte unten - ...

 

09Januar
2019

South-Islands 12: von Twizel nach Timaru, wieder an der Ostküste

 8.1.19: „Unser“ Aoraki sieht von allen Seiten gut aus - nach dem Start Richtung Osten auf dem Highway 8 gab es noch mehrere Look out Points, die wir einfach nicht auslassen konnten, um uns zu verabschieden....

 

 ... ich versuch´s mal mit dem Posen - das machen hier alle, selbst kleine Kinder spielen Posen mit leerem Handy-Selfie-Stick (oder wie auch immer das „richtig“ heißt)

Lupinen wachsen hier auf Feldern...

   

ein paar Kilometer weiter wieder ein schöner See - Lake Tekapo und kurz davor das Mt. John Observatorium - soll einer der besten Orte zum Sternegucken sein - der nächtliche Sternenhimmelblick aus unserem Hotelzimmer war schon beeindruckend...

Es war Tag und auf Empfehlung von Djamal (Danke - das hat sich gelohnt!) bogen wir auf ein auf die kleine Privatstraße und hoch im steilen „Baldwin-Street-Winkel“ - oben die angekündigte wunderschöne Aussicht und dazu ein schöner Capucino/Cafe Americano... großartig...

 

wieder unten Visite von Örtchen und See "Lake Tekapo" mit der Kirche des guten Hirten und einer Collie-Bronzeskulptur (wie wichtig Hütehunde sind, hatten wir ja schon erlebt...)

 

weiter über den Burkes Pass (830 m) und durch das trockene Mackenzie-Becken (viele Bewässerungsanlagen auf den Weiden) nach Timaru

eine hübsche kleine Stadt am Südpazifik mit vielen schönen frei zugänglichen Plätzen...

   

 

Vogelvoliere, Grünanlagen + Rosenpark...

 

schöne Unterkunft - offen stehende Villa, Küche und Veranda nutzbar - da haben wir uns wieder was Leckeres gekocht...

 

 

08Januar
2019

South-Islands 11: über Queenstown und Clyde zum Aoraki Mt. Cook in Twizel

6.1.19 : immer noch Regen, 12 °C --> der Blick aus unserem Motelfenster in Lumsden, dass wir nach weiteren 200 km nach dem MilfordSound „ziemlich durch“ erreichten, war auch am nächsten Morgen nicht anders... wir waren froh, nicht die Zelt- und auch nicht die Campervan-Variante gewählt zu haben...

Es geht weiter über die H6 nach Qweenstown: angesagt und hoch gepriesen  - die Stadt der Aktivtouristen auf der Südinsel... Angebot und Nachfrage nicht im Gleichgewicht erhöht die Preise - 6 $ für 1 h parken nach erstmals in NZ erlebtem Stau... Stadtspaziergang im Regen, die TSS Earnslow, ein altes noch mit Kohle betriebenes Dampfschiff Bj. 1912 erkannten wir am schwarzbraun rauchenden Schornstein weiter draußen auf dem schönen Lake Wakatipu...

 

Was machen Urlauber bei Regen? -  auch in Queenstown shoppen und Kaffee trinken - das coole Vudu-Cafe war total überfüllt und statt dort 30 min auf einen Tisch zu warten stärkten wir uns „indisch“...

 

wieder etwas außerhalb waren wir Zeugen mutiger bungy-Springer von der schönen Kawarau-Bridge..., Sylvi wollte auch, hatte aber Sorge um ihre gerade genossenes indisches Mahl tongue-out

 

weiter auf dem Weg in den Norden - zunächst wieder östlich

Übernachtungsstop in Clyde - einem kleinen Ort in den Bergen (Mt. Dunstans) - ehemaliger Goldgräberort mit hübschem kleinen Museum - in dem u.a. die erste Ärztin NZs erwähnt wird, Tochter eines deutschen Goldgräbers - Dr. Emily Siedeberg-McKinners (1873-1968)

 

es ist eine sehr trockene Region und alle (unser Vermieter, die Verkäuferin im Lebensmittelladen...) waren froh über den Regen... abends hörte er auf und das machte uns froh für einen Spaziergang durch den Ort...

 

vor unserer Lodge stand ein sehr hoher noch „jugendlicher“ nordamerikanischer Redwood...

 

 7.1.19: Wandertag im Aoraki Mt. Cook Nationalpark

wieder Sonne und Tag der 3000: der höchste Berg NZs -der Aoraki Mt.Cook ist über 3000 m hoch (3724m) und wir haben heute auf dem Tacho unseres Holden die 3000 km bisherige Südinselfahrt überrundet...

  

Abschied von Clyde - nochmal die Wolken festhalten... sehr kurzweilige und schöne 160 km auf der H8 nach Norden durch die  Dunston-Mountains und über den Lindis-Pass bis nach Twizel am ganz blauen Lake Pukaki

   

und gleich weiter am Pukaki-See nördlich 50 km bis zum Aoraki Mt.Cook Nationalpark...

 

Schöne Maori-Legende: Aoraki und seine 3 Brüder, Söhne des Himmelsvaters Rakinui fuhren mit einem Kanu über den Pazifik. Das Boot kenterte an einem Riff. Als sich die Brüder auf das Kanu retten wollten, wurden sie vom eisigen Südwind in Felsen verwandelt. Das Kanu wurde zur neuseeländischen Südinsel (Te Waka o Aoraki) und Aoraki und seine Brüder zu den Gipfeln der Südalpen. (Die Vorräte wurden zu den Moeraki-Boulders an der Ostküste... siehe dort).

Die Maoris nannten den höchsten Berg Aoraki = Wolkendurchbrecher, die Pakehas (die ersten europäischen Siedler) Mt.Cook nach dem ersten Weißen, der NZ betreten hat. Heute hat sich der Name Aoraki Mt. Cook als eine Geste des Respekts gegenüber den Ureinwohnern eingebürgert.

 

Nach Kurzvisite des in NZ wohl sehr bekannten Hermitage-Hotels am Fuße des Berges mit toller Aussicht  und dem Sir Edmund Hillary Alpine Center (das war der Bergsteiger, der als erster den Mt. Everst bezwang und dazu am Aoraki Mt. Cook geübt hat...)  machten wir uns auf eine der vielen möglichen Wanderungen - zum Kea-Point mit Blick auf den Müller (!)-Gletscher...

      

 

07Januar
2019

South-Islands 10: Südwesten und Fjordland-Nationalpark

4.1.19 : auf der Southern Scenic Route weiter von Invercargill nach Te Anau

Regen, 12 °C --> unser Auto ist wieder sauber und wir sind froh, nur 1 Übernachtung gebucht zu haben. Der Sturm hatte die offene Tür der Gemeinschaftsküche bereits am Vorabend fest mit dem Geländer des Außenbalkons verklemmt und so kamen erstmals auf dieser Reise beim Frühstück erfolgreich unsere mongolischen Pullover zum Einsatz...

Weiter auf der Southern Scenic Route - die hatte sich bisher sehr bewährt...

Das flache Gelände um Invercargill änderte sich bald wieder Richtung Nordwest ... hinter Riverton hörte es auch auf zu regnen

 

nochmal die stürmische Südküste fühlen und am Gemstone- (Edelstein-)Beach statt wie im Reiseführer angekündigt Granat, Jaspis oder Quarz immer noch eine steife Brise, hohe Wellen und Gischt finden... (wir hätten auch gar nicht so genau gewusst, wonach wir genau hätten schauen müssen...)

 

Es war sehr angenehm, jetzt in´s Landesinnere abzubiegen und immer schöner werdende Hügel, Wälder aller Art und dann die hohen schneebedeckten Gipfel zu erleben...

 

noch eine alte Hängebrücke ähnlich der in Orphir - jetzt bei Clifden, von ca. 1890

 

 Halt am Lake Manapouri - einem der schönsten Seen NZs - mit großem. z.T. unterirdisch - auch zu besichtigendem Wasserkraftwerk

    

bis Te Anau - einem kleinen Ort am schönen Te Anau-See mit ein bisschen Seebad-Atmosphäre, da 2000 Einwohner, 5 Info-Center für alle möglichen Aktivitäten, viele Souvenirläden und noch mehr Hotels oder andere Unterkunftsmöglichkeiten... - „wandelnden“ Urlaubern...

Im Wildlife-Center sahen wir Exemplare der vom Aussterben bedrohten Vögel - u.a. das Laufhuhn Takahe...

 

Wir haben 2 Tickets für eine 25 min-Katamaran-Fahrt über den Te-Anau-See zu den Glowworm-Caves (Glühwürmchen-Höhlen)... zuerst von den Maori und 1947 durch Lawson Burrows nach deren Legenden gesucht und wieder entdeckt und für Touristen zugänglich gemacht.

In den 250 m tiefen und bis zu 23 m hohe Cathedral-Höhlen mit Wasserfällen darin gibt es -zigtausend Glowworms, die nichts mit den uns bekannten Glühwürmchen zu tun haben. Es sind die Larven von Pilzmücken, die netzartige Fäden von der Decke hängen lassen, die fluoreszieren und damit Insekten anlocken, die dann kleben bleiben und zum Verzehr eingeholt werden... die besonders Hungrigen können es heller leuchten lassen...

Auf Gängen geführt und in einem Boot tief in die Höhlen ganz im Dunkeln diese vielen vielen leuchtenden Punkte - ähnlich vielen Sternenhimmeln... zu sehen war ein ganz besonderes Erlebnis!

   

auch die kurzen Wege durch den Regenwald + gut organisierte Info-Vermittlung + die  Fahrten übern See  - zurück mit Sonnenuntergang ... Fotos von den glowworms waren untersagt - das ist ein geborgtes Bild aus dem Netz zur Vorstellung - so sah das aus...

 

  

 

5.1.19 über die Milford Road zum Milford Sound

120 km von Te Anau bis zum Milford Sound, einem von 14 Fjorden im Westen des mit über 12000 km² größten Nationalparks NZs (gesamte südwestliche Küste + Hinterland, einer Kette tiefer großer Seen an der östlichen Grenze, Regenwald, bis 3000 m hohe Berge, Canyons, Wasserfälle...zum großen Teil unberührt und deshalb eines der größten Tierreservate)

Vorbereitung: voller Tank, da keine Tankmöglichkeit dort oben, Pullover, Regenfeste Kleidung, Repellents (Insektenschutz gegen die Massen von Sandflys an der Südwestküste - gute Empfehlung, hatte schon am Vortag gute Dienste geleistet) und online-Buchung einer Kreuzfahrt

 

immer spannender werdende Straße, sprich steiler, enger und spektakulärer von der Aussicht... und wieder die für NZ berühmten Wolken...

spiegelnde Seen (Lake Mirror)...

 

viele tolle Aussichten - z.T.von Wolken verdeckt - Regen, direkt wie er oben aus den Wolken fällt...

 

Regenwald - bei Regen besonders frisch

    

 Chasm-Wasserfall

 

120 m Tunnel durch den Berg,´danach von allen steilen Felshängen eine Vielzahl Wasserfälle und von den hier oft vorkommenden sehr zutraulichen Keas ein regenfester... der wäre gern mit uns mitgefahren...

   

und der Milford-Sound selbst... die Größenverhältnisse sind es, die so beeindrucken - auf Fotos schwer einzufangen - man hat halt fast die ganze Zeit den Kopf in Überstreckung nach hinten...

 

keine Besonderheit, dass es regnet - es ist die regenreichste Region NZs, da die Berge die Wetterscheide darstellen, an der sich die Wolken halt abregnen...

der Wind dazu war stark bis stürmisch - oben auf Deck - die Arme fliegen von alleine hoch und direkt vor mir - flog einer Mitpassagierin die Brille weg und hinab in´s Wasser ... und es regnet sich richtig ein...

 

04Januar
2019

South-Islands 9: durch „The Catlins“ auf der Southern Scenic Route einer abseits der Hauptrouten ausgeschilderten landschaftlich wunderschönen Strecke

2.1.19: von Dunedin nach Owaka

einem kleinen Ort in den Catlins (Danke, lieber Dietrich - ohne deine Empfehlung hätten wir das wahrscheinlich verpasst, war ein bisschen versteckt in unserem Reiseführer)  - über die Southern Scenic Route, von der man über verschiedene Wege (schmale Serpentinen, Gravel Rouds  = Schotterwege und Wald-, Küsten- und Wiesenwanderwege) zu den sehenswerten Naturattraktionen gut ausgeschildert geleitet wird...

   

Jedenfalls sind die Catlins eine wunderschöne Region ganz im Südosten der Südinsel mit viel unberührter Natur, mehreren größeren Regenwaldregionen - z.T. versteinert aus der Jurazeit - leider genau wie eine große Höhlenformation direkt am Südpazifik nur bei Ebbe und so bei unserem Zeitplan für uns nicht mehr oder noch nicht wieder zugänglich - dafür aber vieles andere Schöne:

- der Nugget-Point mit Leuchtturm - ein schöner Aussichtspunkt nach kleiner Wanderung hoch oben ganz an der südostlichen Küste, unten Robben (ja) und manchmal auch Seelöwen und Pinguine (heute nicht)

   

- Jack´s Blowhole - eine sehr interessante Laune der Natur: 200 m landeinwärts von der Küste eine Fels“loch“ oder eher eine Schlucht von 144 x 68 m und 55 m tief - bei günstigen Meeresbedingungen braust die Gischt hoch - wir sahen es nach einem sehr schönen „auf- und nieder-walk“ von ca. 40 min... - also Muskelkater haben wir nicht mehr (so doll), auch Ghazi und unser beider Herzfrequenzen nehmen die Anforderungen inzwischen deutlich gelassener ...

 

 mehrere Wasserfälle - heute die Purakaumi-Falls

und zum krönenden Abschluss das Ergebnis einer Teekannensammelleidenschaft in Owaka

  

Owaka - Invercargill

3.1.19 nach einem coolen Aufenthalt in der Thomas Catlins Lodge in Owaka mit in der Gemeinschaftsküche selbst gekochtem Gemüse-Eier-Abendbrot, bei dessen Verzehr - schön draußen im Garten - wir vor zudringlich werdenden Hühnern, die unser Essen auch gut fanden - in die Grillecke flüchteten - da waren wir schön eingesperrt und die Hühner guckten wie beim Kasperletheater ab und zu über den Zaunrand...

Abends war ein gemütliches Wohnzimmer für uns frei - für die weitere Reiseplanung ...

 also am 3.1. weiter in den Catlins mit kurzen Waldwanderungen zu den

- Matai- und Horseshoe - Waterfalls


und den schönsten: den Mc Leans Waterfalls (unser Favorit von den bisher gesehenen)

 

der Wind am Morgen wurde zu Sturm, der Wellen viele, die Menge Sand am und im Auto mehr, der Winkel der Bäume und Gräser 45°, Tank und Mägen ziemlich leer ...

 

der geplante Abstecher zum allersüdlichesten Punkt der Insel („Slope Point“) - 25 km Autoumweg und 20 min Wanderung ohne Waldschutz erforderlich - aus o.g. Gründen abgewählt, Tank (GottseiDank gab es eine SB-Tankstelle, deren Handling mit Kreditkarte beim 2. Versuch gelang) und Mägen sitzenderweise im Auto (lunch-box früh vorbereitet) gefüllt, Laune gut - weiter nach Invercargill...

Abschied von den mit für uns immer noch beeindruckenden Schafmengen wie bepickelt aussehenden Bergen, Tälern und eigentlich allem, woran man vorbeikommt - denn jetzt wird es flach und die Straßen gerade...

 

wir kommen nach Invercargill

ebenfalls schottisch geprägt... Das empfohlene Southland-Museum - als erstes angesteuert, da lt. Reisführer nur bis 17 Uhr auf - ganz geschlossen, aber - die Tuataras, die vom Aussterben bedrohte Brückenechse - hintenrum in ihren Terrarien zu sehen...

das sind lebende Fossile, auch als "ältestes Tier der Welt" bezeichnet, da es sich seit 200 Mio Jahren nicht verändert hat und bereits im Mesozoikum  in dieser Form exisierte, als "der erste Tyrannosaurus rex die Erde betrat" (aus Iwanowsikis Reiseführer). Es soll noch ein paar auf den Inseln der Cook Strait und der Bay of Plenty geben; sie leben in Gemeinschaft mit Seevögeln..., haben ein archaisches Skelett mit Hinterleibsrippen und die Anlage eines dritten Auges, das nicht funktionstüchtig ist. Die männlichen Exemplare (nur nachts auf Jagd gehend) werden bis zu 60 cm lang  innerhalb von 60 Jahren.

Es gibt mehrere Exemplare in Invercargill - wir haben sie kurz betrachtet, die einzige sichtbare Regung war ein Augenblinzeln rechts bei einem von ihnen...

okay - dann zum Infocenter -

dazu das Innenstadt-Parkuhr-System, eine an jedem Parkplatz - wie in alten Filmen, mit Kleingeld... ausprobiert...

„Guck mal - hier haben sie alles nach Tuataras benannt ... Äh, warte mal, ist das nicht unsere...?“ - da waren wir doch fast an unserer reservierten Tuatara-Lodge vorbeigelaufen ...

Der weitere nachmittägliche Stadtrundgang war ein bisschen ernüchternd - es war fast alles entweder ganz oder schon (ab 15 oder 16 Uhr) geschlossen - Brückentag? - in NZ sind der 1.1. und 2.1. Feiertage... dazu der Sturm - liebe Kirsten, es war echt Sturm ... okay, egal - gehen wir uns was Kleines kochen... wie wir es ganz gern machen, wenn die Möglichkeit besteht, es schont ein bisschen das Langzeiturlaubsbudget... und Blog schreibt sich auch nicht von alleine...

    

Bild links: in einer leergefegten Einkaufspassage begegnete uns die im Museum erhoffte Fastest Indian (in "Mit Herz und Hand" verfilmt - Burt Munro aus Invercargill (gespielt von Anthony Hopkins) stellt ab 1962 mit seiner selbst modifizierten Indian von 1920 mehrere Geschwindigkeitsrekorde auf...)

Bild rechts: Fassadengestaltung auf "Sheepisch"
cool

 

 

 

03Januar
2019

South Island 8: Jahreswechsel 2019 in Dunedin

31.12.2018: seit langem ein kühler Regentag (13-15°) - selten, dass es sich einregnet, meist wechselt das Wetter schnell, manchmal „windet es auf“ und dann „brauchts die Jacke“, die Sonne ist „so strong (stark)“ - aus 15°C bewölkt werden nach Aufklaren in voller Sonne schnell gefühlte 28°C - ohne 2 x Sonnenschutz 50% gibt´s sehr unangenehmen Sonnenbrand (ich hatte mal eine Stelle vergessen einzuschmieren...), die Hautkrebsrate hier sei extrem gestiegen, auch Augenprobleme - das Ozonloch ist wesentlich größer als zu Hause - einer der seltenen Nachteile des Landes...

120 km südlich von Oamaru sind wir plötzlich in Schottland - Dunedin (gälische Bezeichnung für Edinburgh) wurde von Schotten - hier überall als Statue oder im Museum zu sehen: Thomas Burns, Neffe des schottischen Nationaldichters Robert Burns und Kapitän Cargill - die waren ab 1848 die Wegbereiter der Besiedlung und des Aufbaus der Stadt nach schottischem Vorbild...

 

Straßennamen wie High-, George- und Princess-Street, Dudelsackspielgruppen, Pubs mit gälischen Liedern, traditionelle Kleidung zu Festtagen, schottische Geschäfte, Whiskybrennerei...

als erstes kommen wir in den Stadtteil North-East - Attraktion: Baldwin-Street = steilste Straße derWelt - kein Foto kann dieses unangenehme Gefühl der Unsicherheit durch die Radialkraft vermitteln, das man auf dem mit 36 % Gefälle steilsten Abschnitt hat - vollste Wadendehnung beim Stand in Ganzkörpervorneige in Richtung bergauf..., rutschig, insbesondere bei Nässe, runter noch schlimmer (an der Seite gibt´s Stufen GottseiDank)...

    

Die mit 360 m kurze Straße ist ganz normal bewohnt - die Anwohner haben die Busladungen der zu Fuß- und die teilweise verrückt rauf und runter kachelnden Autos (so erlebt) zu ertragen... Hmm, naja...

dann Innenstadt: Presbertyrianische  u.a. Kirchen, Gebäude im georgianischen, viktorianischen und edwardianischen Stil...

     

 

uns gefällt besonders der alte Bahnhof - hier halten nur noch Touristenzüge - das innen wie außen schöne Gebäude ist der Besichtigung frei zugänglich...

 gleich nebenan Street- und ein bisschen außerhalb modern art...

 

der Regen hat nach den indoor-Aktivitäten (Public Art Gallery, Toitu Otago Settlers Museum) aufgehört ..

 

nicht nur im Museum - die Kiwis lieben ihre Oldtimer - sie fahren sie häufig spazieren und freuen sich immer über unsere anerkennend gehobenen Daumen

nun sind wir an Input reich gerüstet für den Jahreswechsel auf dem Octagon - achteckiger zentraler Platz Dunedins, auf dem aus allen Himmelsrichtungen die Straßen zusammenlaufen...

live-Musik, viele Menschen, Alkohol nur in den Pubs und Bars - außerhalb davon verboten und freundlich, aber konsequent kontrolliert....trotz der frischen Temperaturen viele Leute z.T. in ärmelloser Abendgarderobe, manche schottisch mit Kild... - und 0.00 Uhr - 12 h vor euch zu Hause - ein Donnerknall und danach Feuerwerk von 5 min - keinerlei privaten Feuerwerke... alles friedlich...

 

Gesundes neues Jahr allen miteinander !!!

 

1.1.19: Dunedin: Neujahrsausflug zur Otago-Halbinsel Peninsula

 

Guten Morgen neues Jahr 2019 - die Sonne lacht und es wird warm!

Ausflug zur Peninsula - 22 km mit dem Auto bis zur Spitze der Halbinsel. Schmale Straße entlang des Otago-Harbour - einer fjordähnlichen Bucht, von 2 Halbinseln begrenzt - die südliche ist „unsere“ Peninsula - die Umrundung beginnt mit einer wunderschönen Serpentinenstraße direkt am Wasser - man könnte beinahe seine Hand aus dem Autofenster hineinhalten...

 

3 Attraktionen:

- Inselspitze: Brutplatz von Albatrossen - sehr gutes Infozenter, auch Pinguine und Robben gibt´s hier wieder... - wir sahen bei Ankunft einen ohne Flügelschlag gleiten - im Unterschied zu den viel kleineren Möwenscharen... er war leiderzu schnell wegfür ein Foto - der hier unten ist aus dem Infozenter und verdeutlicht ganz gut die Größenverhältnisse (man beachte den Besucher rechts...)

    

- Highcliff-Road über die Insel zur anderen Seite (noch schmaler) und fantastische Ausblicke über die bergige Insel von hoch oben ...

 

- Sandfly-Bay - (auf Empfehlung von Djamal - Danke, das hätten wir sonst nicht gemacht... ):hier fliegen nicht die Sandfliegen sondern der Sand fliegt - ein kleine Sahara + Strand mit echt viel feinem Sand, auch im Hinterland, hohen Dünen, die es nach inzwischen (relative) einfachem Abstieg zurück wieder zu erklimmen gilt...

- die Mühe lohnt sich, es war grossartig - besonders weil der einzige kleine Schattenplatz am Randfelsen des voll sonnigen Traumstrandes aus dem Bilderbuch für Ghazi frei war...

Auf dem Rückweg hat es sich Ghazi nicht nehmen lassen, allen uns entgegen kommenden Neuankömmlingen einen guten Rückweg zu wünschen: „Enjoy your way back!“

 

von dem „Stress“ haben wir uns dann im schönen schattigen botanischen Garten ausgeruht...

 

 

 

31Dezember
2018

South Island 7: Schaftag

richtig - nicht Schlaf-, sondern Schaftag... nach dem Start aus Ophir nach Oamaru/Otago an der Ostküste bat ich Ghazi, doch mal bei Gelegenheit anzuhalten, wenn mal wieder eine schöne Schafherde kommt... diese Bitte wurde erhört und wir hatten den ganzen Tag Schafe - auch direkt vor uns auf der Straße - „Schafe haben immer Vorfahrt“ hatten wir noch im Ohr und waren Zeugen einer spannenden Überführung von der Weide rechts über ein Stück Straße nach links...

 

es gab trotz 4 schneller Hütehunde einzelne Aussbruchsversuche, die in Einzelhaft endeten...

Schafe überall, normal auf flachen Weiden, aber auch auf steilen Berghängen bis ganz hoch oben zwischen Felsen, meist viele, weniger oder vereinzelt... 7 Schafe pro Kopf der 4,5 Mio NZ-Einwohner = 30 Mio - sheep war das Schlagwort des Tages (ohne „s“ am Ende)... ... ...

wieder ein heißer Sommertag, den Versuch einer „Abkürzung“ (auf der Karte die dünne graue Straße) änderten wir nach 10 km und eingehender Erwägung doch lieber sicherheitshalber - es kam Schotterweg und ca. 60 km Bergpass... in die Route über den bequemen Highway 85 über Palmerston... Das lohnte sich sehr, wunderschöne wieder sanft bergige Landschaft und es wurde ganz plötzlich wieder grün

  

dann Aaah - plötzlicher Blick auf den Südpazifik und Pause am kühlen schönen glatten Sandstrand ...

 

und Abstecher nach Moeraki, einem bergigen Küstenort mit Milleniumswanderweg, den wir ein Stück beschritten und auf dem Pinguinfelsen einer Robbe begegneten sowie diesen Riesenpflanzen...

 

bis die Ebbe die Moeraki-Boulders freigab = kreisrunde tonnenschwere Steine, wie Fußbälle, teilweise fast mannshoch, nach Maori-Legende die angeschwemmte versteinerte Nahrung aus den Kanus ihrer Ahnen, wissenschaftlich vermutet (umstritten) ein chemischer Prozess von ca. 4 Mio Jahren Dauer - die Anlagerung von Silizium und Eisenoxyden um ein kristallisiertes Zentrum wie z.B. einer fossilen Muschel oder ein Stück Holz auf lehmigem Meeresboden, wobei Ionen von allen Seiten zum Kern der Verhärtung vorstießen (daher die runde Form)...nach Hebung des Meeresbodens vor 10 Mio seien dann durch Erosion und die Auswaschung des umgebenden Lehms die Kugeln freigelegt worden... (Quelle: Dusick und Quack: Iwanowskis´s Tipps für individuelle Entdecker Neuseeland, 16. Auflage 2016)

 

Oamaru - 5 km außerhalb im Alma-Motel - sehr zu empfehlen - „eigenes“ kleines Häuschen (Nr.3) bezogen, laundry (Waschmaschine) für 2 $, trocknen draußen in 2 h erledigt... Essplatz im Garten, Wiese und dahinter Kühe...

 

5 min mit dem Auto in die kleine hübsche Stadt (12500 EW) zum Aussichtspunkt mit schönem Blick und Entfernungsmesser in alle Richtungen

 

Oamaru - bekannt für seine Pinguinkolonien (kleine blaue und die seltenen Gelbaugenpinguine) und Komorane

aus seiner Blütezeit um 1870 schöne Häuser aus Whitestone - weißem Kalkstein aus der Region, der auch heute noch verarbeitet wird, u.a. zu Skulpturen

 

Künstlergalerien aller Art, eine noch betriebene alte Dampflok und verschiedene skurrile Attraktionen für uns Touris, Eintritt frei... und alles mögliche zum erwerben...

   

wunderschöne Kinderspielplätze und Parks (wir waren im Oamaru Public Garden und lernten den dort in einer Voliere wohnhaften Gelbhaubenkakadu Jimmy kennen - ein echter „Kiwi“, was das freundliche kommunikative Verhalten betrifft - er reichte uns Holzstöckchen und verabschiedete und mit „Hello“)

 

Inzwischen sind wir in Dunedin - in 3 h ist Jahreswechsel, uns ist irgendwie nicht so richtig nach Silvester... wir schauen mal, ob was los ist ...am Oktagon, dem zentralen Platz in der Stadt wurde vorhin eine große Bühne aufgebaut...

Euch allen einen guten Rutsch 12 h nach uns und ein gesundes friedliches neues Jahr 2019!!!

Ghazi und Sylvi

 

 

31Dezember
2018

South Island 6: über den Haastpass nach Osten

27.12.18 : Haast --> bis ca. Mitte der Südinsel nach Ophir bei Alexandra

Im Reiseführer steht, dass es an der Westküste extrem viel regnet... Wir Glückskinder sind wieder bei schönstem Sonnenschein (leicht diesig am Anfang) gestartet und hatten eine wunderschöne Fahrt über den Haast-Pass

mehrere Stops mit 5 - 30-min Wanderungen durch Regenwald zu schönen Wasserfällen

 

oder den blue-pools, vom Haast-River gebildeten Ausbuchtungen mit einer Hängebrücke darüber, von der die mutigen Touris in das eiskalte (wie jedesmal wieder lautstark - u.a. auch in deutsch- kundgetan wurde) sehr klare Wasser sprangen...

 

mehrere Seen: Wanaka-, Hawea-, Dunstonsee und der Ort Wanaka - gute Plätze für Pausen und Zuschauen bei den zahlreichen Wasseraktivitäten der Leute...

 

über Cromwell (großer Stausee und Wasserkraftwerk)

 

 

nach Ophir... die Landschaft wird sehr trocken, die Berge niedriger und kahl, z.T. steinig - ähnlich der Mongolei, Schafe, Rinder, Rotwild,manchmal Lamas und Ziegen, Heu - Bewässerungsanlagen - dieser Ort soll die größten Temperaturschwankungen NZs haben - minus 20 bis plus 35°C.

 

Vor dem Ort gibt es eine schöne alte Hängebrücke, 1880 erbaut...

   

 

außerdem das älteste Postoffice NZs (1886 - liebevoll restauriert , auch die Inneneinrichtung)

 

gegenüber ein Stand mit duftenden handgefertigten Seifen zur Selbstbedienung und bitte honestly (ehrlichen) Bezahlung in eine Kasse des Vertrauens - da konnten wir nicht widerstehen - wäre das bei uns vorstellbar?

   

hier wohnen wir in einer ehemaligen kleinen Kirche, genauer gesagt im hinteren Bereich, der ehemaligen Kirchenschule... von dem Englisch des Besitzers, der sehr freundlich und vielwortig auf uns einredet, verstehen wir „milk for tea or coffee?“ - er wollte den von uns gewünschten Fettgehalt der Milch wissen..., den Rest raten wir... am 2. Tag geht es schon besser...

hier fühlen wir uns zu Hause - die Milch wird in einem Porzellankännchen folienbedeckt gebracht, es ist alles liebevoll mit alten Möbeln, Deckchen und Extradecken eingerichtet, das Bad ganz neu... ein kleiner Vorgarten vor dem Fenster mit Pallisaden und Rose + Deko geschützt - Tisch und 3 Stühle - Tee/Frühstück/ wieder Tee... das Zubehör reichen wir uns durchs Fenster hin und her... hier ruhen wir uns von den über 1200 meist Serpentinen gefahrenen Kilometern und den vom Fahrtwind brennenden Augen aus...(der Klimaanlagenknopf unseres Holden zeigt Betrieb - die Kühlflüssigkeit scheint alle zu sein, wir fahren mit offenen Fenstern wie früher...)

 

Nach 3 Tagen lunch-Box-Nahrung leisten wir uns heute ein richtiges Kiwi-Dinner: fish (aber lecker- beer battered, das hatte ich im Englischunterricht, soll besonders fluffig sein, war es auch) und fries (Pommes) bzw. Burger + Pommes - wir sind > 16 Stunden später noch „full“...

 

Morgen geht´s weiter in den Osten... bis dahin...

 

28Dezember
2018

South Island 5: weiter an der Westküste südwärts bis Haast

26.12.18:

Nochmal schnell ans Meer gucken und weiter geht´s - wir sind angekommen in unserem Lieblingsleben: mit einem Fahrzeug unabhängig in eigener Zeiteinteilung die Welt erkunden, übernachten in einfach gehaltenen Motels oder Hostels gern mit eigenem Bad... und eine für uns neue Erfahrung, die Praktikabilität von größeren Gemeinschaftsküchen dann und wann ... es ist großartig... die Sonne lacht...

 

Erster Stop: Hokitika - eine der vielen ehemaligen Goldgräberorte, zeitweise sogar "Goldgräberhauptstadt" (Mitte 19. Jh.), jetzt Zentrum von Glasbläserkunst und Jade - der grüne Stein, der hier nach Maori-Tradition in verschiedene Formen (heitikis) gearbeitet wird, die alle eine besondere Bedeutung haben...

von links nach rechts: Glockenturm von 1903, Carnegie-Building mit Museum, Erinnerung an Goldgräber...

 

Im weiteren Verlauf kommen wir an 2 großen Gletschern vorbei, die bis in 250 m Tiefe noch „eisig“ sind - der erste: Franz Josef - von dem Deutschen  Julius von Haast 1862 als erstem Europäer erreicht und nach dem österreichischen Kaiser benannt - noch viele andere Stellen sind von ihm als erstes beschrieben, er hat einen Großteil Neuseelands kartografiert und auch geologisch erforscht (Pflanzen und Mineraliensammlung) und in das Canterbury-Museum Christchurchs eingebracht... (Haast - geb. 1822 in Bonn, seit 1858 in NZ, hier 1887 verstorben)...

am Franz Josef gibt es kurze, mittel- und ganz lange Wanderungen, Flüge und Gletscher-Klettertouren - ihr ahnt sicher schon, wofür wir uns entscheiden - mittel anspruchsvoller kurzer Weg (aufwärts) zu einem Aussichtspunkt ...die Wolken hingen tief und es war diesig - aber das untere Ende des Gletschers gut zu erkennen.

 

der zweite Gletscher - Fox-Glacier - 23 km danach ähnlich... Kaffepause und

kurze Stops am Lake Ianthe (schnell weiter, sandflys ...), Bruce bay, Knight´s point

    

und Ship Creek - ein Schiffswrack  - nur bei Ebbe zu sehen - es gibt aber  2 tolle Wege - an den Dünen und in einem Märchenwald - so angekündigt im Reiseführer entschieden wir uns (wegen der steifen Brise) für den Märchenwald und fanden diese Bezeichnung sehr bestätigt - die Sonne leuchtete durch Flechten, Moose, Lianen und sehr hohe alte Bäume, tiefbraunes Wasser, Zikaden und Vögelgezwitscher... smile

 

Haast - letzter Ort, bevor nach noch weiteren 60 km an der Jackson Bay die Wildnis beginnt und man nicht weiter südlich fahren kann... 3 Häuser, 4 Spitzbuben und 5 Hotels...

 

28Dezember
2018

South Island 4: Westküste

25.12.2018 Christmas-Day - der Teil Neuseelands, den wir heute erleben, ist wie Mixdorf an einem Montag - alles zu und die Straßen leergefegt - bis auf die Touris...(der vom Englischlehrer angekündigte Stau betrifft wahrscheinlich die Nordinsel ?) und es regnet...

beizeiten frühstücken und los - wir haben > 300 km und die Info, dass man in NZ immer länger braucht - steht auch immer mal wieder am Straßenrand auf Schildern - „Traffic in NZ is different - take time“ oder so ähnlich... es gibt keine Autobahnen, Höchstgeschwindigkeit außerorts 100 - erreicht man selten wegen der vielen Kurven...

ansonsten - sehr angenehm - gibt es im Vergleich zu Deutschland extrem wenig Verkehrsschilder und wenn Kurven angezeigt sind immer die empfohlene Richtgeschwindigkeit dazu

Strecke Highweg 6: gen Westen von Motueka - Murchison - Westport mit Tauranga-Bay und Robbenkolonie,

dann immer nach Süden bis Greymouth

zuerst hügelig - Obst- und Weinanbaugebiet, dann zunehmend bergiger (Gipfel bis 1800m)

 

man beachte die Höhe des Flaxes hinter dem Auto - der wächst hier sehr reichlich und üppig...

 

In Murchison war 1929 und 1968 starkes Erdbeben - die Verwerfungen sieht man noch - besonders an einem Wasserfall (Maruia-Falls: 1 m Tiefe vor --> 10 m nach dem Beben)

 

die Straße begleitet den Buller-River - immer wieder schöne Brücken darüber, auch die mit 110 m längste Fußgängerhängebrücke NZs (geschlossen, Christmas)

 

wir erreichen die Westküste - Westport lassen wir rechts liegen und fahren gleich zur Taranga-Bay an´s Meer...

inzwischen herrlicher Sonnenschein, Wind und rauhe See, felsige Küste...Wellen...

wir haben Glück - eine große Robbenfamilie lässt es sich auf ihrem Felsen und im Wasser drumherum gutgehen - einperfekter Aussichtspunkt ermöglicht die Visite ohne sie zu stören, ein beeindruckendes Erlebnis - ebenso der Vogelfelsen...

 

dann nach Süden: Paparoa-Nationalpark/Pancake-Felsen, einzigartig auf der Welt diese wie Pfannkuchen übereinander gestapelt aussehende Felsform

vor 30 Mio. Jahren entstanden aus Kalk von Kleinstlebewesen, Sand, Salz, Meeresbewegung und Wind..., in horizontalen und vertikalen Hohlräumen („Blowholes“) gibt es einen Blaslocheffekt und die Gischt spritzt bei Flut meterhoch...

   

voller Eindrücke Ankunft in Greymouth - boah, voll cooles Motel direkt am Strand hinter den meist mit riesemhohen Flax bewachsenen Dünen und dann Picknick am einsamen Steinstrand, vereinzelte Gruppen am kleinen Lagerfeuer - es gibt immer viel Treibholz, Wind und das geliebte Meer... beindruckend - beginnende Ebbe und Verwirbelungen und Gegenströmungen...

 

 

 

24Dezember
2018

FROHE WEIHNACHTEN - Heiligabend im Abel Tasman Nationalpark South Island 3

23.12. Nelson --> Motueka mit Abzweig über eine kleine Region ehemals deutscher Siedler (Mitte 19.Jh.) mit Orten wie Neudorf und Himmelsfeld, einer Region mit Apfel- u.a.Obst- sowie Weinanbau

 

dabei in einem kleinen Vorort - Richmond - eine der lt. Reiseführer schönsten Kirchen NZs gesucht und gefunden... Hmm... es war 17 Uhr und mehrere festlich geschmückte Maoris stiegen in ihre Autos - die Kirche war zu und die Fenster zu hoch um hineinzuplincen...

Unterschied im Wohnkomfort ... wieder kuscheliger + Gemeinschaftsküche mit „herbs outside“ (frische grüne Kräuter in Töpfen) auf dem Balkon - wieder ausgesprochen freundliches Personal... , zum Training für die zu Heiligabend geplante Wanderung erstmal eine größere Ortserkundung ohne Höhenunterschiede mit Wattbesichtigung (wieder Ebbe.....) - überall stehen jetzt die sogenannten Christmas-Trees in voller roter Blüte...

 

24.12.: doch noch schnell ein Brot (Toast) holen - wir brauchen in den nächsten Tagen immer eine lunch-Box - kein Parkplatz - es ist wie zu Hause - das wuselige Vorfeiertagseinkaufsfeeling... - angenehm , dass seit kurzem auch hier versucht wird, auf Plastiktüten zu verzichten - du bekommst sie (noch), aber wirst aufgefordert, möglichst deine eigene Tasche mitzubringen. Darein wird dann dein Einkauf eingepackt, sehr bequem... es gibt aber auch SB-Kassen wie z.T. auch schon bei uns...

Sonnencreme - Danke, Katja - brauchen wir tgl., Anti-Sandfliegenspray (sandflys - tückische kleine Biester wie unsere Gnitzen, soll es hier geben, Erfahrung einer Mitschülerin in Wellington), Wanderschuhe - eine halbe Stunde mit dem Auto nach Marahau - dort auf den Parkplatz am Eingang zum Abel Tasman Nationalpark...

   

wir entschieden uns für den Coasttrack (Küstenwanderweg) ohne ein auch mögliches Wassertaxi - halt hin und zurückwandern, da im Infocenter vom DOC der von uns nach Karte ausgesuchte „Abstecher“ in den Wald für „starter“ nicht zu empfehlen sei, sondern nur für sehr erfahrene Wanderer...

          

okay - also am Wasser lang... aber aha - der Küstenweg entpuppte sich als - wieder vom DOC - wunderbar angelegter Serpentinenweg mit Berg- und Tal, meist natürlichem Sonnenschutz aus der herrlichen sonst unberührten Natur (besonders die Farnbäume sehen so hübsch aus - wie viele kleine und große Sonnenschirme), immer wieder kleinen Wasserfällen, kleine oder größere Brücken darüber, gut beschriftete kurze mehr oder weniger steile und steinige Abstiegsmöglickeiten zu den verschieden benannten Strandabschnitten der „Sandbay“ und kleinen Inseln davor...

Pause nach 6,6 km an der Stillwell-Bay - zurück Ebbe, jetzt lohnte sich der Rückweg - denn nun sah alles ganz anders aus und man  konnte die hinzu vom Wasser umfluteten Steine und Höhlen der Tinline-Bay zu Fuß erkunden - sehr beeindruckend...

Bild links: auf dem Hinweg bei Flut,  rechte Bilder auf dem Rückweg bei Ebbe

@Laila:  mehrere Gruppen Wattreiter waren unterwegs...

 

So, geschafft: 13,2 km...

 

Frohe Weihnachten allen miteinander!

  

 

 

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